Schutzabstände für Gasfackeln: was TRAS 120 mit Wärmestrahlung zu tun hat
Eine Gasfackel verbrennt Restgase sicher ab — aber sie strahlt dabei erhebliche Wärme in ihre Umgebung. Wie nah dürfen Menschen, Anlagen und Nachbargebäude an eine Fackel heran? Diese Frage ist nicht dem Gefühl überlassen, sondern lässt sich rechnerisch beantworten, und die Verbrennungssimulation ist dafür das Werkzeug.
Die entscheidende Größe: Wärmestrahlung
Der Schutzabstand einer Gasfackel bemisst sich an der Wärmestromdichte, die an einem bestimmten Ort noch ankommt — angegeben in Kilowatt pro Quadratmeter. Je weiter man sich von der Flamme entfernt, desto geringer die Strahlung. Für verschiedene Schutzziele gelten verschiedene zulässige Grenzwerte: Ein Wert, bei dem sich Personen kurzzeitig noch aufhalten dürfen, liegt niedriger als einer, der nur für unbemannte Bereiche gilt.
Was die Simulation leistet
Eine CFD-Verbrennungssimulation bildet die Flamme ab: ihre Ausdehnung, die Temperaturverteilung und die von ihr ausgehende Wärmestrahlung. Daraus lässt sich für jeden Punkt der Umgebung bestimmen, welche Wärmestromdichte dort ankommt — und damit, ab welchem Abstand ein gegebener Grenzwert unterschritten wird.
Das Ergebnis ist eine belastbare Grundlage für die Festlegung von Schutzabständen, wie sie im Sinne der einschlägigen Regelwerke — etwa der TRAS 120 für Biogasanlagen — gefordert sind.
Fazit
Schutzabstände für Gasfackeln sind keine Erfahrungswerte, sondern rechenbare Größen. Wer die Wärmestrahlung der Flamme simuliert, kann Abstände fundiert festlegen — sicher genug für Menschen und Anlagen, ohne unnötig groß zu dimensionieren.
Wir berechnen Verbrennungsprozesse und Gasfackeln und ermitteln Schutzabstände. Sprechen Sie uns an.